Factoring - Wachstumsmarkt Nr. 1

Mittelständische Unternehmer kennen es aus der täglichen Arbeit. Auf der einen Seite verursachen ständig steigende Forderungslaufzeiten bis hin zur Gefahr des kompletten Forderungsausfalls Mehrarbeit und kosten insbesondere wertvolle Liquidität. Auf der anderen Seite sind Banken sind bei der Kreditvergabe restriktiver, verlangen mehr Sicherheiten oder bewilligen Kredite nur zu höheren Konditionen. Der klassische Bankkredit wird so zu einem Finanzierungsbaustein von vielen und alternative Finanzierungsinstrumente wie Factoring gewinnen immer stärker an Bedeutung. 

Factoring in Deutschland

Mehr als 15.000 deutsche Unternehmen sichern inzwischen ihre Liquidität mittels Factoring. In anderen Ländern, wie England, Italien oder Frankreich hat der Factoringmarkt jedoch eine weitaus größere Bedeutung. Doch auch hierzulande nutzen jährlich mehr Unternehmen Factoring zur Liquiditätssicherung. Factoring ist ein Wachstumsmarkt mit konstanten Zuwachsraten im zweistelligen Bereich.

Im Factoring stieg der Gesamtumsatz auch im ersten Halbjahr 2011 weiter stark an auf 75,6 Mrd. Euro. Das entspricht einem Wachstum von rund 28 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresjahreszeitraum.

Die Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt damit schon im ersten Halbjahr 2011 auf knapp 6,5 Prozent. Nach der Finanzkrise war der Markt in 2010 besonders stark gestiegen auf ein Volumen von über 132 Mrd. Euro (+37 Prozent). Factoring gewinnt weiter an Bedeutung, da die Banken gerade Krediterweiterungen, zum Beispiel bei Neuinvestitionen, kritisch prüfen, Konditionen erhöhen oder zusätzliche Sicherheiten fordern.

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